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Ich habe Erektionsstörungen – muss ich mir sorgen um meine Gesundheit machen?

Ich habe Erektionsstörungen – muss ich mir sorgen um meine Gesundheit machen?

Wenn Sie gelegentlich unter Erektionsstörungen leiden, versuchen Sie zuversichtlich zu bleiben, denn zwei Dinge lassen sich grundsätzlich festhalten: 1. Sie sind mit diesem Problem nicht allein. 2. In den meisten Fällen lassen sich Potenzprobleme gut behandeln. Eine erektile Dysfunktion, wie Erektionsstörungen in der Fachsprache genannt werden, liegt erst dann vor, wenn über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten die Mehrzahl der Vereinigungen misslingt. Davon sind tatsächlich mehr gesunde Männer betroffen, als Sie vielleicht annehmen.
Nahezu jeder 5. Mann kennt dieses Problem, das sehr beunruhigend und belastend sein kann. Umso wichtiger ist es auch, dass Sie sich mit diesem Thema auseinandersetzen und Rat suchen. Beweisen Sie Stärke und reden Sie! Mit Ihrem Partner an Ihrer Seite und auch mit Ihrem Arzt, denn der kann mögliche gesundheitliche Ursachen aufdecken und behandeln. Es wird Sie beruhigen, dass sich fast alle Erektionsstörungen gut behandeln lassen – individuell nach ihren Ursachen.

Mögliche körperliche Ursachen können sein:

  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Prostataleiden
  • Arteriosklerose
  • Multiple Sklerose
  • Rückenmarksverletzungen
  • Hormonstörungen

Mögliche psychische Ursachen können sein:

  • Beziehungsprobleme
  • Depressionen
  • Stress & Leistungsdruck
  • Versagensängste
  • Zu hohe Erwartungshaltung
  • Traumatische sexuelle Erlebnisse
  • Unsicherheit über die sexuelle Orientierung

Seien Sie sich auch dessen bewusst, dass die Art, Ihr Leben zu führen ebenso ausschlaggebend für Impotenz sein kann. Verschiedene Medikamente wie Antidepressiva, Antihistaminika oder allgemein hormonell wirksame Präparate erhöhen die Möglichkeit einer erektilen Dysfunktion ebenso wie ein übermäßiger Drogen- oder Alkoholkonsum[1]. In der Medizin geht man heutzutage davon aus, dass rund 90% der Erektionsstörungen auf organische Ursachen zurückzuführen sind, darunter zählen kardiovaskuläre bzw. metabolische Ursachen zurück – also Erkrankungen rund um das Herz-Kreislauf-System oder Stoffwechselstörungen.[2]
Hierzu gehören insbesondere Adipositas, Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen. Auch ein langjähriger Tabakkonsum fördert eine fortschreitende Arteriosklerose und damit auch eine mögliche Impotenz. Ein bewusster, verantwortungsvoller Lebensstil kann nicht nur Ihre Gesundheit positiv beeinflussen, sondern auch Ihre Potenz verbessern.
Erfahren Sie, welche Gründe hinter einer ausbleibenden Erektion stecken, obwohl Sie erregt sind.

Fazit:
Bei häufigen Erektionsstörungen über einen Zeitraum von über sechs Monaten ist ein Arztbesuch nicht nur ratsam, sondern auch unerlässlich. Die gründliche Diagnostik des Fachmanns deckt mögliche gesundheitliche Ursachen Ihrer Potenzbeschwerden auf. Mit einer individuell auf Sie abgestimmten Therapie lassen sich Erektionsstörungen in den meisten Fällen gut behandeln. Scheuen Sie sich daher nicht, sich Ihrem Arzt anzuvertrauen. Erektionsstörungen sind nur so lange belastend, wie Sie still und heimlich darunter leiden und Sie werden schnell merken: Es tut gut sich darüber auszusprechen – und am Ende ein erfülltes Sexualleben zurückzuerlangen.

  1. Schmelz HU, Sparwasser C, Weidner W. Facharztwissen Urologie; Differenzierte Diagnostik und Therapie. 3. Auflage, Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 2014, Seite 534
  2. Siegenthaler W. Siegenthalers Differentialdiagnose; Innere Krankheiten – Vom Symptom zur Diagnose. 19., vollständig neu bearbeitete Auflage, Georg Thieme Verlag KG, 2005, Seite 50

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